Lesbisch-Schwule Geschichtswerkstatt

Heidelberg_Mannheim_Ludwigshafen

Über das Projekt

2011 initierte der CSD Rhein-Neckar e.V. das Projekt „Lesbisch-Schwule Gesichtswerkstatt Heidelberg_Ludwigshafen_Mannheim“.

Lesben und Schwule haben eine Geschichte! Die historische Dimension lesbischen und schwulen Lebens fand aber bisher keine große Beachtung in der Arbeit der mit Geschichtsforschung beauftragten Stellen in der Rhein-Neckar-Region, obwohl eine Vielzahl von Quellen dazu vorhanden ist.

Mit der Initiierung der Lesbisch-Schwulen Gesichtswerkstatt Heidelberg_Ludwigshafen_Mannheim soll hier eine Lücke geschlossen werden. Ziel ist es, die vorhandenen Quellen und Belege für vergangenes lesbisch-schwules Leben zu sichten und darauf aufbauend eine systematische Aufarbeitung durchzuführen sowie zur weiteren Beschäftigung mit lesbisch-schwuler Geschichte anzuregen.

2011 konnte die Historikerin Ilona Scheidle für das Projakt gewonnen werden und ein Antrag auf Förderung durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde bewilligt. In diesem Rahmen ist die Lesbisch-Schwule Gesichtswerkstatt Heidelberg_Ludwigshafen_Mannheim Teil des Mannheimer Aktionsplans für Toleranz und Demokratie (MAP).

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Ilona Scheidle

Ilona Scheidle ist Historikerin (M.A.) mit einem Schwerpunkt zur Frauen- und Geschlechtergeschichte in Südwestdeutschland 19. und 20. Jahrhundert.

2006 erschien ihre Monographie „Heidelbergerinnen, die Geschichte schrieben“. Dies ist eine biographische Bündelung ihrer Forschungen zur Heidelberger Frauenstadtgeschichte, die sie als Projektbegleitung der Frauenarbeitsgemeinschaft „Stadtgeschichte“ in den Jahren von 1993-96 erarbeitet und zum Jubiläumsjahr für 800 Jahre Frauengeschichte in Heidelberg in „Die Vergangenheit ist die Schwester der Zukunft“ (hgg.: Stadt Heidelberg 1996) veröffentlichte.

Seit 1994 führt die Historikerin in Heidelberg zu aktuellen und historischen Themen und arbeitet im Netzwerk zur Frauengeschichte vor Ort in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit, bei „Miss Marples Schwestern“. Auch Mannheim, Karlsruhe und Berlin sind Städte, in denen sie Rundgänge zu historischen Themen aufbereitet hat.

2000 stellte die Forscherin auf dem 10. Schweizer Historikerinnentag ihre Forschung zur Lesbengeschichte in Heidelberg vor. „Geschichte belesben“ - Frauenstadtrundgänge in Heidelberg.

1989 – 1993 arbeitet sie im Projekt: Künstlerinnen in Südwestdeutschland, Brüche und Kontinuitäten durch den Nationalsozialismus, dies war die Grundlagenforschung zur Ausstellung „Künstlerinnen im Aufbruch“, Karlsruhe 1995.