Was ist CSD?

Wenn du wissen willst, was der Christopher Street Day oder CSD eigentlich ist, dann schau dir das Erklärvideo vom CSD Deutschland e.V. an oder lies unten weiter.

Kurzportrait des CSD Rhein-Neckar

Der CSD Rhein-Neckar ist der Christopher Street Day in den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg sowie in der gesamten Rhein-Neckar-Region. Beim Christopher Street Day (CSD) handelt es sich um die Demonstration von Schwulen und Lesben für Gleichberechtigung und Akzeptanz sowie gegen jede Form von Diskriminierung. Seine Wurzeln hat der CSD in der New Yorker Christopher Street, wo es Ende der 60er Jahre erstmals zu Demonstrationen und Aufständen gegen die Polizeiwillkür gegenüber Homosexuellen gekommen war. Ausrichter des CSDs im Rhein-Neckar-Dreieck ist seit 2009 der gemeinnützige CSD Rhein-Neckar e.V. mit Sitz in Mannheim. Wir setzen uns aktiv gegen Diskriminierung aufgrund der Sexuellen Identität und für die Akzeptanz aller „nicht-normativ heterosexuellen“ Menschen ein.

Im Mittelpunkt steht dabei die jährliche Demo-Parade durch die Mannheimer Innenstadt, die ca. 75.000 Menschen anlockt.

Rund um die Demo-Parade findet ein vielfältiges, buntes und reichhaltiges Rahmenprogramm aus Partys, dem CSD-Straßenfest, Kinoabenden, Vorträgen, politischen Diskussionsrunden, Stadtrundgängen, kulturellen Veranstaltungen und vielem Mehr statt. Auch der offizielle Empfang der Stadt Mannheim zum CSD Rhein-Neckar mit dem Oberbürgermeister und zahlreichen Vertretern aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik ist fester Programmbestandteil.

CSD in Deutschland und der Welt

Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der Homo-, Bi- und Transsexuellen sowie der Transgender. Der CSD ist eine Demonstration und Feier gegen Diskriminierung und für Gleichstellung, Akzeptanz und Toleranz.

Der CSD findet in den Sommermonaten Juni bis August in ganz Deutschland in ca. 50 Städten statt. Die größten CSDs werden in Köln, Berlin und Stuttgart durchgeführt. Der CSD 2002 in Köln hatte mit 1,2 Millionen Besuchern mehr Menschen auf die Straße gebracht, als der Rosenmontagsumzug.

In einigen Städten übernehmen Politiker zudem die Schirmherrschaft, wie in Hamburg die ehemaligen Bürgermeister Ortwin Runde oder Ole von Beust, in Dresden Oberbürgermeister Ingolf Roßberg, in Würzburg Claudia Roth oder in Braunschweig der frühere Bundesminister Jürgen Trittin. In München wurde der CSD traditionell durch Oberbürgermeister Christian Ude angeführt.

Oft beginnt eine CSD-Saison unter einem Jahresmotto mit einem Rahmenprogramm aus vielen kulturellen und politischen Veranstaltungen und endet mit der CSD Demo-Parade bzw. einem CSD-Straßenfest. Dabei ist es Aufgabe, auf Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell oder transsexuell sind, als Teil unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen - egal ob "bunt, schrill oder konservativ".

Manchmal erinnert die CSD Demo-Parade sogar auch ein wenig an Fasching, wenn man Menschen in Leder, im Sport-Dress, glitzernde Drag Queens und schrilles und buntes mit viel nackter Haut sieht. So "lächerlich" das für den ein oder anderen wirken mag, sie alle demonstrieren selbstbewusst auch für einen offeneren Umgang zur Sexualität und gegen deren Tabuisierung. Diese Tabuisierung betrifft oft ebenso auch heterosexuellen Sex. Sie demonstrieren für alle anderen, denen das sich Starkmachen für eines der Grundbedürfnisse nicht leicht fällt.

In Mannheim finden seit 2001 regelmäßige CSDs mit bis zu jeweils über 50.000 Besuchern statt. Auch hier wird der CSD auf breiter politischer Basis unterstützt und von der Stadt Mannheim gefördert, so war 2007 auch das lokale CSD-Motto "400 Jahre Toleranz".

Entstehung des CSDs

Der Ursprung des Christopher Street Days ist eine gewalttätige Razzia der Polizei in der Stonewall Bar in der New Yorker Christopher Street am 28.Juni 1969 - vor 40 Jahren. Dieses war damals keine Seltenheit, doch an diesem Tag setzten sich Schwule und Lesben gegen die Polizeiwillkür zur Wehr. Im Zuge der Auseinandersetzung kam es zu einer Demonstration, bis berittene Polizisten die Demonstranten auseinander trieben. In den folgenden Tagen kam es zu tagelangen Straßenschlachten zwischen der Polizei und den Homosexuellen. Viele Lesben und Schwule gingen auf die Straße, um gegen die allumfassende Diskriminierung zu demonstrieren.

Um des ersten Jahrestages dieses Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seit dem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert.

Mittlerweile werden die damaligen Ereignisse in der Christopher Street auf der ganzen Welt zum Anlass genommen, um Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern. Als Ausdruck ihrer Emanzipation demonstrieren Schwule und Lesben auf den verschiedenen Christopher Street Days Lebensfreude und Selbstbewusstsein.

Der Begriff CSD wird nur in Deutschland und der Schweiz verwendet, international werden die Begriffe Gay Pride oder Pride (zu Deutsch: Stolz) verwendet, in Australien Mardi Gras.